Auslaufmodel Börsenspekulation

Warum das Zeitalter der Börsenspekulation jetzt endet und was Sie als Anleger dabei beachten sollten…

Begrüßen Sie mit mir die Ära der Retro-Aktienkultur. Die Börse kehrt zu ihrer ureigensten Bestimmung zurück.

Wie lange es Börsen und entsprechende Spekulationen schon gibt, spielt keine Rolle. Sicher ist jedoch, dass Mitte der 90er Jahre mit dem aufkommenden dotcom-Boom eine Welle der zügellosen Spekulation ausgelöst wurde, die im Platzen der sogenannten dotcom-Blase im Jahr 2000 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte…
Die Jahre danach waren und sind noch immer geprägt von den Auswirkungen dieses Finanztsunamis…

Und heute? Heute stehen wir sehr wahrscheinlich am Ende einer Ära…dem Ende der Spekulationsära an den Börsen!

Und – natürlich stehen wir somit auch am Beginn einer neuen Ära. Einer Ära der Retro-Aktienkultur – einer Neuauflage der Börsenzeiten der 60er, 70er und 80er Jahre.

Diese neue Ära einer zurückkehrenden zivilisierteren Aktienkultur wird jedoch auch nur vorübergehend sein. Wie ich schon in meinem aktuellen Buch „Herzlich willkommen in der Zeit nach dem Kapitalismus“ (hier ein anschaulicher Link zum Buch: http://www.lifepr.de/attachment/409430/AZ_Littig.pdf )erläutert habe, befindet sich aktuell der gesamte Finanzmarktkapitalismus am Beginn seiner Auflösungsphase. Ein Vorgang, der m. M. n. kaum zu stoppen ist.

Diese Auflösung unseres aktuellen Wirtschaftssystems habe ich in „Herzlich willkommen in der Zeit nach dem Kapitalismus“ genau beschrieben und auch ein mögliches Folgeszenario entwickelt, dass keine Wünsche offen lässt.

Dies soll jedoch nicht Thema dieses Textes sein…

Thema heute soll sein, wie sich die Finanzmärkte bis zu ihrem endgültigen Kollaps entwickeln werden und was man als Anleger dabei berücksichtigen sollte.

Das gesamte Chancen/Risikospektrum hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert.

Zunächst prognostiziere ich eine, in den nächsten Jahren in Schüben verlaufende, Abwärtsspirale der allgemeinen KGV`s (Kursgewinnverhältnisse). Dies ist einer global abflauenden Wachstumsrate der allgemeinen Unternehmensgewinne geschuldet.
Auch diesen Prozess habe ich in meinem Buch genau beschrieben…
Diese Implosion der Marktbewertungen läuft bereits seit ein paar Jahren . Sie wird zu immer weniger spekulativen Handelsansätzen an den Börsen führen.
Was logisch ist – bei generell reduzierten KGV`s nimmt auch die kurz- mittel- und vor allem die langfristige prozentuale Schwankungsbreite der Notierungen stetig ab. Während früher – also zu Spitzenzeiten der dotcom-Blase Ende der 90er Jahre – Aktienkurse gerne einmal von z. B. 10 auf 200 binnen kurzer Zeit anstiegen, so sind aktuell auch nur einfache Kursverdopplungen eher eine Seltenheit geworden.
Dies führt unweigerlich zu der Erkenntnis, dass die Chancen an den Börsen weltweit aus rein physikalischem Blickwinkel betrachtet, zuletzt stark abgenommen haben.

Selbstverständlich gilt dies ebenso für die Risiken!

Denn die besagte Internet-Aktie, die noch z. B. 1998 von 10 auf 200 gestiegen war, ging dann – und auch das mussten die Anleger schmerzhaft erfahren – gerne wieder auf 10, oder auch deutlich darunter in den Keller.
Heutzutage sind dagegen derartige Kursverluste die Ausnahme.

Ergo hat sich das gesamte Chancen/Risikospektrum in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert.

Noch hat sich diese Erkenntnis nicht flächendeckend durchgesetzt, aber vorausschauende Anleger sollten diesen Umstand unbedingt in ihre Anlageüberlegungen einbeziehen.

Spekulationsschere wird immer enger

Heutige Börsenspekulationen verlaufen bereits in wesentlich geordneteren Bahnen, als z. B. noch von 10 – 15 Jahren!

Natürlich wurde uns von Politik und Medien im Rahmen der diversen Krisen der Vergangenheit und Gegenwart (Immobilienkrise, Finanzkrise , Eurokrise etc.) eingeredet, die Spekulation hätte in den letzten Jahren erheblich zugenommen und somit die Krisen noch angefeuert.

Aber das Gegenteil ist der Fall.

In der Realität nimmt die Spekulation – zumindest an den Aktienbörsen – aufgrund von immer geringer ausfallenden Kurschwankungen und insgesamt stark verkürzten Trends stetig ab. Börsenspekulationen lohnen sich schlichtweg nicht mehr so wie früher. Die Marktbewertungen und vor allem die Marktschwankungen geben es einfach nicht mehr her. Schlechtere Grundvoraussetzungen für Börsenspekulationen führen logischerweise zu weniger Börsenspekulationen. Und dies führt in direkter Folge zu einem weiteren Rückgang der Volatilität an den Märkten. Und: damit gibt es auch weniger Mitspieler, sprich kurstreibende Personen. Wir befinden uns also in einem Kreislauf, der in der Lage ist, den Börsen langsam die Luft abzuwürgen.

Natürlich versuchen die Banken und vor allem die Notenbanken die allgemeine Spekulation an den Börsen mit immer neuen Hilfsgeldern wieder aufleben zu lassen.

Doch der Erfolg dieser Aktion muss langfristig zwingend ausbleiben, da sich die Köpfe der teilnehmenden Anleger nicht durch neue Schmiergeldzahlungen der Notenbanken „formatieren“ lassen. Die Anleger haben in den letzten 10 Jahren derart negative Erfahrungen gemacht, dass sie sich nicht mehr in großem Stil an den Spieltisch Börse locken lassen. Das bedeutet, dass die Profis, also Banken und Hedgefonds etc., immer öfter unter sich bleiben. Während die privaten euphorisierten Anleger weiterhin fehlen…also genau die Anleger, die schon seit Urzeiten die Zeche am Markt zahlen mussten…

In Folge dessen werden die meisten Aktien weltweit tendenziell sinken bzw. nicht weiter steigen – und zwar genau so weit bzw. so lange nicht, bis sie sich an die neue zukünftige Bewertungslage angepasst haben.

Natürlich wird es auch in Zukunft noch immer Aktien geben, die prozentual gewaltig zulegen, da sich die bestreffenden Unternehmen eine Marktnische gesucht haben und die Unternehmensumsätze in wenigen Jahren explodieren. Aber die Anzahl an derartigen Aktien/Unternehmen wird weltweit drastisch zurückgehen, so dass sich eine Suche danach kaum mehr lohnt.

Der Großteil der Unternehmen wird sich jedoch – wie auch im Buch beschrieben – in unserer aktuell ausgereizten Wirtschaftswelt gegenseitig zerfleischen und durch den permanenten Wettbewerbsdruck gegenseitig die Gewinne streitig machen. Dies führt automatisch zu immer niedrigeren Margen und letztlich zu weltweit sinkenden Unternehmensgewinnen…was wiederum ein Grund für niedrigere Notierungen ist.

Comeback der Dividenden-Aktie

Doch wie sollte man sich als Anleger verhalten, wenn es auf der einen Seite keine guten und vor allem keine sicheren Zinsen gibt und auf der Aktienseite die Aussichten auf hohe Gewinne mangels Kurssteigerungen ausbleiben?

Zunächst könnte der Anleger noch mit Leerverkäufen von der allgemeinen Bewertungsanpassung profitieren, aber auch dieser Prozess wird sehr bald abgeschlossen sein. Und dann sind die Chancen auf der Downside auch nicht mehr gegeben. Viele Unternehmen der 2. und dritten Reihe haben im Übrigen schon heute einen Großteil der Kursanpassung hinter sich.

Daher:

Der Anleger hat in einem solchen Szenario nur eine Chance:

Dividendenstarke Aktien mit einem hohem Buchwert und einer realistischen unternehmerischen Zukunft! Leider – und das muss man gleich zu Beginn zugeben – sind diese Börsenaussichten alles andere als rosig. Man könnte sie gar als ultra- langweilig bezeichnen. Der Börse „droht“ damit eine Rückkehr in die 70er Jahre.

Aber, und auch das muss man sagen: Die Börse kehrt letztlich nur zu ihrer ureigensten Bestimmung zurück, von der sie sich zuletzt immer mehr entfernt hatte!
Und diese Bestimmung lautet: Ein Anleger investiert in ein Unternehmen und erhält im Erfolgsfall einen Anteil des Ertrages in Form einer Dividende.

Diese heute steinzeitlich anmutenden Sichtweise ist prinzipiell der Ursprung der Börse und sehr wahrscheinlich auch von der allgemeinen Bevölkerung wesentlich mehr geachtet als die Verhältnisse der letzten Jahre.

In den letzten Jahren waren derartige Gedanken über die Börsen eher befremdlich. Kursschwankungen wurden zum eigentlichen Kern des Ganzen. Dies war m. M. n. weder gut, noch schlecht – es waren eben die anzutreffenden Verhältnisse. An diese Verhältnisse mussten sich Anleger anpassen, wenn sie erfolgreich sein wollten.
Ich nehme mich auch gar nicht heraus und ich möchte mit diesem Text keinesfalls den Moralapostel spielen. Ich bin selbst mit den aktuellen Bedingungen groß geworden und konnte mich bisher recht gut in den allgemeinen Auf`s und Ab`s der Börsen zurecht finden. Es ist auch nicht meine Aufgabe, die Regeln an den Märkten zu kritisieren oder gar „sozialverträglich“ zu ändern. Es ist vielmehr meine Aufgabe, sich verändernde Regeln zu erkennen, zu verstehen und sich damit auseinander zu setzten.

Und so wie ich es sehe, neigen sich die Zeiten der zügellosen Börsenspekulation dem Ende entgegen. Dies wird dem einen gefallen, dem anderen weniger – aber darum geht es nicht. Es geht ausschließlich darum, diesen neuen Trend zu erkennen und sich frühzeitig richtig zu positionieren.

Das aktuelle Wirtschafts- und Finanzsystem wird m. M. n. wesentlich eher sein Ende finden, als so mancher denkt – aber soo schnell wahrscheinlich auch nicht. Das heißt, zunächst müssen wir uns noch eine Weile mit den oben beschriebenen Folgen der nachlassenden Spekulation auseinander setzen.

Und dies kann nur bedeuten: Der Anleger muss sich zwingend von hohen Renditeerwartungen verabschieden! Je eher der Anleger das einsieht, umso geringer werden seine Verluste ausfallen. Denn diese werden sonst unvermeidbar sein und dem Anleger schmerzlich die neuen Verhältnisse beibringen.

Daher macht es in jedem Falle Sinn, sich frühzeitig, also am besten schon jetzt, mit den zukünftigen Bedingungen anzufreunden. Denn dann, und nur dann, besteht die Chance, die nächsten Jahre unbeschadet bzw. sogar mit kleineren Gewinnen abzuschließen.

Was ist genau zu tun?

Der Anleger muss sich einen kleineren Mix aus Aktien zusammenstellen, die folgende Bedingungen erfüllen:

1.) Die in den nächsten 5 – 10 Jahren zu erwartenden Gewinne müssen nachhaltig sein. D. h. sie dürfen keinesfalls auf irgendwelche Story-Aktien setzten, sondern auf weltweit verankerte Werte mit einer außerordentlich guten Markt- durchdringung.
2.) Die prozentualen Gewinnzuwächse der letzten und auch zukünftigen Jahre sollten eher zurückhaltend, dafür aber nachhaltig sein.
3.) Die Marktbewertung (KGV) sollte max. um die 10 liegen, besser noch deutlich darunter! Der Grund: Der Markt wird in absehbarer Zeit nur noch die Realität bewerten – hohe Prämien auf vermeindliche zukünftige Gewinnzuwächse werden Aktien nur noch in Ausnahmefällen zugebilligt.
4.) Der Buchwert der Unternehmen sollte in etwa mindestens dem Börsenkurs entsprechen und aus realistisch erzielbaren Werten bestehen. Damit sind Immobilien, cash und Festgelder, Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen etc. gemeint. Also keine Buchwerte, die nur aus „know how“ oder anderen Formaten eines geistigen Eigentums bestehen. Auch ein „hoher Werbewert“ des Unternehmens oder gar die 1 Mrd. Kunden von facebook sind in diesem Falle nicht wirklich etwas wert, da ein Verkauf i. d. R. nicht das erwartete Resultat bringt.
5.) Die Unternehmen sollten einen hohen Anteil des Gewinns – ca. 50 %, besser mehr – als Dividende ausschütten.
6.) Im besten Fall besitzt das Unternehmen zusätzlich ein Aktienrückkaufprogramm. Damit verringert sich permanent die Anzahl der ausstehenden Aktien, was den Buchwert pro Aktie erhöht und dafür sorgt, dass zukünftige Dividenden- zahlungen pro Aktie steigen. Die KGVs werden sinken oder alternativ die Kurse entsprechend ansteigen.
7.) Wichtig: Auch diese Aktien dürfen Sie ausschließlich in relativen Schwächephasen an den Börsen kaufen. Aktuell sind wir jedoch in keiner dieser Schwächephasen – d. h. hier sollte zwingend das nächste Kurstief der Märkte abgewartet werden!

Die neue, alte Aktienkultur
Ich prognostiziere, dass in Zukunft immer mehr Unternehmen ein paar, wenn nicht alle der oben genannten Punkte einführen bzw. erfüllen oder das zumindest wollen. Dies hat verschiedene Ursachen. Zum einen werden die Unternehmen über die Hauptversamm- lungen gezwungen diese Schritte mitzugehen. Was logisch ist.

In den letzten Jahren konnten sich wachstumsstarke Unternehmen den Luxus leisten, ihren Aktionären Dividenden zu verweigern. Dies wurde weitgehend akzeptiert, da man i. d. R. auf hohes Wachstum und somit hohe Kurszuwächse verweisen konnte. Wenn dies jedoch in Zukunft aufgrund weltweit nachlassenden Gewinnwachstums ausbleibt, werden sich die Firmen dem Druck der nach Rendite suchenden Aktionäre nicht mehr verweigern können.
Zum anderen werden die Unternehmen auch zum Eigennutz aktiv. Bekanntlich profitierten bislang Vorstände und Mitarbeiter der Wachstumsunternehmen in hohem Masse selbst von den steigenden Kursen. Spezielle Optionsbonusprogramme haben fast alle notierten Unternehmen für ihre Mitarbeiter aufgelegt. Wenn die üblichen Kurszuwächse jedoch ausbleiben, haben die Vorstände über Aktienrückkaufprogramme die Möglichkeit den freefloat der Aktien immer weiter zu verringern und so die Kurse nach oben zu „pflegen“. Verschiedene große Unternehmen – wie z. B. IBM – haben das schon erkannt und entsprechend umgesetzt.

Letztlich bedeutet dies alles, wie schon beschrieben, eine Rückkehr zur ursprünglichen Aktienkultur. Im Grunde nichts Schlechtes. Der Aktionär erhält für sein Risikokapital eine angemessene Beteiligung am Unternehmensgewinn – ganz klassisch also!

Mit einigen ausgesuchten Aktien der oben genannten Kategorie sollte der Anleger daher auch in den nächsten Jahren seinen Schnitt machen. Wer konsequent darauf setzt, kann durchschnittlich ca. 5 – 15 % Rendite pro Jahr in den nächsten Jahren erwarten.
Wer dagegen weiterhin auf Kurszuwächse bei durchschnittlich gesehen überteuerten Wachstums- und Storyaktien setzt, sollte in den nächsten Jahren per Saldo Verluste verbuchen. Leider – wie schon zu Beginn beschrieben – sind 5 – 15% Rendite pro Jahr nicht das, was in den letzten Jahren durch Ausnutzen der gigantischen Kursschwankungen möglich war. So gesehen winken also eher verhaltene Zeiten.

Achtung!

Gegenwärtig versuchen die Notenbanken mit aller Macht das langsame Austrocknen der Märkte zu verhindern. Sie wollen unter allen Umständen die Maschinerie der Finanzmärkte reanimieren. Deutlich steigende Kurse, eine Rückkehr der Aktieneuphorie und somit der Erhalt des gesamten Systems sind das erklärte Ziel. Ich denke, dass die Notenbanken langfristig mit diesem Vorhaben scheitern werden, ja, scheitern müssen…(auch das ist im Buch ausführlich erklärt)

Vorübergehend ist eine zwischenzeitliche Rückkehr der „alten Zeiten“ jedoch in jedem Fall denkbar. In diesen Phasen können die klassischen Kurszuwächse die Renditen meiner zukünftigen Strategie kurzfristig sicherlich toppen. Das Problem ist nur, dass diese Kurszuwächse nicht dauerhaft sein können. Was für mich als Trader kein Problem darstellt, ist jedoch für den klassischen Anleger sehr kostspielig. Denn der klassische Anleger ist und bleibt langfristig orientiert. Somit wird eine sich potentiell kurzfristig erholende Börse für ihn zu einer neuerlich teuren Erfahrung.

Kurz erklärt wird es vermutlich so laufen: Der weiterhin auf Wachstum zielende Anleger wird möglicherweise in einem Jahr sogar 20 – 30 % Plus verzeichnen, diese Rendite aber dann im folgenden Jahr wieder verlieren, wenn die nächste Bewertungs- anpassungsphase beginnt. Der konservativ auf traditionelle Art und Weise anlegende Anleger wird in diesem Beispiel evtl. im ersten Jahr hinter den Wachstumsanlegern hinterherhinken, im 2. Jahr dann bereits deutlich und nachhaltig vorne sein.

Daher empfehle ich allen langfristigen Anlegern, ihre bisherige Strategie zu überdenken. Möglicherweise sind die Zeiten der hohen Renditechancen vorbei und es lohnt sich, ernsthaft über eine konservative Strategie nachzudenken.

Kurz- und mittelfristig orientierte Anleger brauchen dies noch nicht unbedingt. Jedoch nur dann, wenn sie ehrlich von sich behaupten können, die avisierte Rendite von 5 – 15 % in den letzten Jahren im Mittel getoppt zuhaben. Und meiner Erfahrung nach dürften das nur sehr wenige sein…

Wissen Sie, ich mache mich sicher nicht gerne selbst arbeitslos. Ein volatiler Markt ist und war bislang meine berufliche Spielwiese. Und auch in diesem Jahr habe ich z. B. bezogen auf den DAX bereits mehr als 45% Plus gemacht (15 up, 10 down, nochmal 20 % up )…d. h. in diesem Jahr brauchte ich selbst diese Strategie noch nicht anzuwenden. Und möglicherweise auch nicht im nächsten Jahr….aber auch für mich werden die Zeiten am Markt unter den gegebenen Umständen immer schwieriger…und wenn sich die Dinge ändern, muss man handeln. Die Märkte werden sich in naher Zukunft radikal ändern bzw. sie haben das schon. Diesem Umstand sollte man Rechnung tragen. Ob Sie ein kurz-, mittel-, oder langfristiger Anleger sind – dieser Wandel betrifft uns vermutlich alle und man sollte darauf nicht unvorbereitet sein.

Mit der Retro-Aktienstrategie haben Sie die Chance, auch in den nächsten Jahren eine überdurchschittliche Rendite zu erzielen. Wie hoch diese letztlich ist, wird man sehen.

Offen bleibt zunächst die Frage, welche Aktien für die „Retro-Strategie“ in Frage kommen? IBM z. B. hatte ich schon genannt. Das gute ist, darüber brauchen wir uns jetzt noch keine Gedanken zu machen – das holen wir dann in der nächsten allgemeinen Börsenschwäche nach. Vorher macht es keinen Sinn zu kaufen – auch eine IBM nicht.

Henry Littig

Geschrieben von Henry Littig